Verselbständigungsgrad

Ein pädagogisches Bewertungsmaß für die Fähigkeit eines jungen Menschen, seinen Alltag und seine Lebensführung eigenständig zu bewältigen. Er dient als Orientierung, um die Intensität und die Methoden der benötigten sozialpädagogischen Unterstützung festzulegen.

Der Verselbständigungsgrad beschreibt den Entwicklungsstand eines Jugendlichen in praktischen (z. B. Kochen, Haushaltsführung, Finanzen), administrativen (z. B. Behördenkontakte, Anträge) sowie emotionalen und sozialen Bereichen (z. B. Konfliktfähigkeit, Selbstorganisation). Im Rahmen der Hilfeplanung wird dieser Grad regelmäßig evaluiert, um die Betreuungsdichte individuell anzupassen. Je höher der Verselbständigungsgrad ist, desto geringer wird in der Regel die wöchentliche Betreuungszeit angesetzt, um den Jugendlichen schrittweise und sicher an ein Leben ohne staatliche Unterstützung heranzuführen.

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